CineLatino | CineEspañol 2026 Filmfestival |  Tübingen, Stuttgart, Freiburg, Reutlingen

22.- 29.04.2026 Tübingen | Stuttgart | Freiburg | Reutlingen
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CineLatino | CineEspañol Filmfestival 2026 |  22.- 29.04.2026 Tübingen, Stuttgart, Freiburg, Reutlingen

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Fokus: Menschenrechte in Lateinamerika 

Rein konstitutionell betrachtet sind Menschenrechte in Lateinamerika seit der Unabhängigkeit fest verankert. Doch erst im Kontext der Diktaturen des 20. Jahrhunderts und der damit verbundenen massiven Menschenrechtsverletzungen erhielten diese Rechte eine konkrete politische und gesellschaftliche Bedeutung. Nach dem Ende der Militärdiktaturen und im Zuge der Aufarbeitungsprozesse rückten zunehmend soziale und wirtschaftliche Menschenrechte in den Vordergrund.  

Die traumatischen Erfahrungen der Gewaltregime prägen Familien über Generationen hinweg, oft mit unerwarteten Auswirkungen – so etwa im uruguayischen Kurzfilm Los ciclos. Gefährlich und tödlich kann nicht nur das Leben in einer Diktatur sein, sondern auch die Flucht aus ihr. In Adiós, Cuba zeichnet die Protagonistin die Erlebnisse ihrer Landsleute nach. Altares, von Brenda Venegas, lässt Menschen an das Massaker von El Mozote denken, die Regisseurin aus El Salvador richtet den Fokus ihrer Arbeit hierbei konsequent auf Menschenrechte. In Todos los peces verschwimmen Realität und Dokumentation; thematisiert werden das Verschwinden von Kindern, Armut sowie der eingeschränkte Zugang zu Nahrung und Bildung. Mit dem mexikanischen Öko-Thriller La reserva und der argentinischen Dokumentation Bosque arriba en la montaña rückt die Bedrohung der Umwelt durch zerstörerisches Handeln der Menschen in den Mittelpunkt. 

In Kooperation mit dem Interdisciplinary Centre for Global South Studies der Universität Tübingen widmet das diesjährige Festival seinen thematischen Schwerpunkt den Menschenrechten in Lateinamerika. Bereits in den vergangenen Jahren wurde das Thema aufgegriffen. In diesem Jahr soll es nun in seiner gesamten Bandbreite beleuchtet werden. Das Rahmenprogramm ergänzt die filmischen Perspektiven durch eine Podiumsdiskussion mit Gästen aus Kuba, Paraguay und El Salvador. 



Adiós, Cuba
(Auf Wiedersehen, Kuba)

Spielfilm von Rolando Díaz
Spanien 2025, 98 Min., OmeU

In ihrem neuesten Theaterstück möchte die Exilkubanerin und Regisseurin Caridad von dem Exodus ihrer Landsleute aus Kuba berichten. Dazu interviewt sie Menschen rund um die Welt, immer auf der Suche nach Emotionen und heldenhaften Geschichten.

TÜ: Museum Saal Almodóvar
Sa, 25.04., 20:00 h
S: Delphi
So, 26.04., 18:00 h
FR: Kommunales Kino
Mo, 27.04., 18:30 h

mit Gast

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Altares
(Altäre)

Dokumentarfilm von Brenda Vanegas
El Salvador 2021, 71 Min., OmeU

Familienbilder, Kerzen, Erinnerungsstücke: Sieben Frauen erzählen vor ihren Altären ihre Geschichte über das Massaker von El Mozote 1981, das zum blutigen Höhepunkt des Bürgerkriegs und schrecklichsten Kapitel der jüngeren Geschichte El Salvadors zählt.

FR: Kommunales Kino
Sa, 25.04., 17:00 h

mit Gast


Bosque arriba en la montaña
(Wald oben auf dem Berg)

Dokumentarfilm von Sofía Bordenave
Argentinien 2026, 91 Min., OmeU

„Wenn es keinen Diskurs gibt, was tut man? Man schafft einen.“ Ausgehend von dieser Aussage eines Mitglieds der Mapuche, eines indigenen Volkes im Süden Argentiniens, soll ein Gerichtsprozess den Mord an Rafael Nahuel aufklären. Der patagonische Wald ist das lebendige Gedächtnis entgegen offiziellen Narrativen. 

S: Delphi
Sa, 25.04., 15:30 h
FR: Kommunales Kino
So, 26.04., 17:00 h
TÜ: Museum Saal Arsenal
So, 26.04., 17:30 h

Vorfilm:
Memoria de una herida

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Memoria de una herida
(Erinnerung an eine Wunde)

Ein Spielfilm von Luis Rodriguez, Andrés Rodriguez
Venezuela 2026, 16 Min., OmdU

Eine Mutter besucht mit ihrem kleinen Sohn den Ort, an dem sie ihre Kindheit verbracht hat. Es handelt sich um eine beliebte Wohnsiedlung, die derzeit wieder aufgebaut wird, nachdem sie von den Streitkräften der US-Armee bombardiert wurde. Die Frau und der Junge sind fassungslos und müssen sich mit dem Verlust eines geliebten Menschen auseinandersetzen, der Opfer dieses unverhältnismäßigen Angriffs geworden ist.

S: Delphi
Sa, 25.04., 15:30 h
TÜ: Museum Saal Arsenal
So, 26.04., 17:30 h

mit Gästen

Vorfilm von Bosque arriba en la montaña


La reserva
(Das Reservat)

Spielfilm von Pablo Pérez Lombardini
Mexiko/Katar 2025, 92 Min., OmeU

Im mexikanischen Hochland von Monte Virgen entdeckt die Waldhüterin Julia, dass eine Gruppe illegaler Holzfäller immer weiter ins Reservat vordringt. Der Staat hilft nicht und die Dorfbewohner*innen kämpfen mit schlechten Kaffee-Ernten. Und nicht allen gefällt ihr Engagement …

Preis: Morelia – Feature Film Competition Award, Best Feature Film, Best Director, Best Actress

TÜ: Museum Saal Arsenal
Mo, 27.04., 18:00 h
FR: Kommunales Kino
Di, 28.04., 19:00 h

WETTBEWERB

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Los ciclos
(Die Zyklen)

Film von Micaela Solé
Uruguay/Argentinien 2025, 17 Min., OmeU

Während der Diktatur in Uruguay in den 1970er-Jahren wurden viele Frauen inhaftiert. María wird bis heute durch ihren Körper an diese Tragödien erinnert, so wie auch ihre Großmutter, ihre Mutter, ihre Tante und ihre Tochter: Sie teilen eine Geschichte, die nicht nur ihnen, sondern allen gehört.

FR: Kommunales Kino
Mi, 22.04., 21:00 h
TÜ: Museum Saal Arsenal
Do, 23.04., 18:00 h

Vorfilm von: Mala reputación


Todos los peces
(Alle Fische)

Film von Brenda Vanegas
El Salvador 2022, 80 Min., OmeU

Wo sind meine Geschwister? Lucía kommt eines Tages nach Hause und sie sind spurlos verschwunden. Die Nachbarn wissen von nichts, die Mutter spricht nie über diesen Tag. Aber Lucía will herausfinden, was passiert ist, und macht sich auf die Suche …

S: Delphi
Fr, 24.04., 18:00 h
TÜ: Museum Saal Arsenal
Sa, 25.04., 18:00 h
FR: Kommunales Kino
Mo, 27.04., 21:00 h

mit Gast

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